Brände in Australien: Regierung will 10 000 Kamele erschießen lassen

Australien kämpft weiter gegen die Buschbrände. Für die kommenden Tage rechnen Experten mit neuen Hitzewellen. Als Maßnahme gegen die Dürre sollen nun 10.000 Kamele erschossen werden. Das teilten die Behörden im Bundesstaat South Australia laut Medienberichten mit.

Demnach konkurrieren die Tiere in den trockenen Gebieten mit den Menschen um das wenige Wasser. Riesige Herden von Kamelen seien auf der Suche nach Wasser und Nahrung inzwischen bis in Gemeinden von Ureinwohner vorgedrungen. Das berichtet Der Spiegel. Dort hätten sie das Trinkwasser verschmutzt und die knappen Lebensmittelvorräte geplündert. Professionelle Scharfschützen sollen die Kamele deswegen aus Hubschraubern heraus erschießen. Die Tötung erfolge nach höchsten Tierwohlstandards, betonte das Umweltministerium des Bundesstaates South Australia.
Die Tiere sollen in dem Verwaltungsbezirk Anangu Pitjantjatjara Yankunytjatjara (APY) getötet werden. Dort leben etwa 2.300 Ureinwohner. Die Aktion diene nicht nur dem Schutz der Menschen, sondern auch dem Wohl der Herden, erklärte das Ministerium. Es seien bereits Tiere verdurstet oder hätten sich gegenseitig totgetrampelt.

Auf Twitter kritisierten unter „#SaveTheCamels“ weltweit Nutzer den Vorstoß der australischen Regierung.

2019 war das trockenste Jahr in Australien seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die extreme Dürre ist einer der Hauptgründe für die Buschbrände im Land.

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