Bombenentschärfung im Klinikviertel Dortmund sorgt für massive Störungen – Das müsst ihr nun wissen

Bombenentschärfung im Klinikviertel Dortmund. Foto: Stadt Dortmund
Bombenentschärfung im Klinikviertel Dortmund. Foto: Stadt Dortmund

Die Bombenentschärfung am Sonntag (12. Januar) wirft seine Schatten voraus. Im Dortmunder Klinikviertel werden am Wochenende drei Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg entschärft. Eine weitere Verdachtsstelle im Gartenbereich des St. Johannes-Klinikums muss am Sonntag noch untersucht werden. 

Laut der Stadt Dortmund sind etwa 14.000 Bürgerinnen und Bürger von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen. Eine gute Nachricht gibt es für die Patienten der Krankenhäuser in der Innenstadt von Dortmund. Denn nur wenige Patienten müssen sich auf Änderungen einstellen und durch die Bombenentschärfung an einen anderen Standort umgesiedelt werden. Bis Samstagabend (11. Januar) um 19:00 können Betroffene, die das Gebiet nicht eigenständig verlassen sich beim Ordnungsamt melden, um einen Krankentransport zu beantragen.

Bahn- und Nahverkehr stark beeinträchtigt

Auch der Bahnverkehr und der Öffentliche Nahverkehr sind von der Entschärfung betroffen. Der Dortmunder Hauptbahnhof wird ab 8:00 morgens nur noch durch den Eingang auf der Nordseite begehbar sein. Die Bahn hat ihre Fahrpläne ab 12:00 so umgestellt, dass die Züge über Dortmund alle umgeleitet werden. Auch die Stadtbahnen und Busse im Klinikviertel fallen aus oder fahren nur unregelmäßig. So ist es beispielsweise ab Sonntagmorgen (12. Januar) an den Stadtbahn-Knotenpunkten Kampstraße und Stadtgarten nur noch möglich ein-, aber nicht mehr auszusteigen. Mit Beginn der Entschärfung fallen dann die Linien U45, U46 und U49 komplett aus. Eine detaillierte Übersicht der Änderungen gibt es online bei der Stadt Dortmund.

Die Kliniken im Entschärfungsgebiet der Bomben sind davon weitestgehend nicht betroffen. „Lediglich die Kinderklinik-Patienten werden in den Standort Nord verlegt. Alle anderen Patienten werden, wenn nur intern verlegt“, sagt Lisa Müller, Pressesprecherin der Klinikum Dortmund gGmbH. Wie lange die Evakuierung dauern wird und wann die Patienten des Kinderklinikums zurück können steht noch nicht sicher fest. „Geplant ist, dass die Evakuierung bis Sonntag 23:00 geht und am Montag sollen die Patienten dann zurückverlegt werden“, so Müller weiter. Dies hänge aber auch mit dem Ablauf der Entschärfung zusammen.

Beginn der Entschärfung abhängig von der Stadt

Wann genau die Entschärfung beginnt und wie lange diese dauert kann die Bezirksregierung in Arnsberg nicht vorhersagen. „Das kann man nie wissen, egal welches Ausmaß die Entschärfung hat“, sagt Christoph Söbbeler, Leiter der Pressestelle der Bezirksregierung. „Die Entschärfung beginnt sobald die Stadt Dortmund das okay gibt und die Evakuierung abgeschlossen ist“, weiß Söbbeler. „Die Bomben werden Stück für Stück entschärft.“

Auch die Stadt Dortmund kann noch nicht sagen von wann bis wann die Evakuierung und die Entschärfung der Bomben dauern wird. Dies hängt auch mit dem reibungslosen Ablauf der Evakuierung ab. Probleme, die Auftreten könnten seien zum Beispiel „Menschen, die ihre Wohnung nicht verlassen wollen oder zusätzliche Krankentransporte, die den Ablauf verzögern könnten“, teilte Maximilian Löchter, Pressereferent der Stadt Dortmund mit. Es ist also nach wie vor nicht abzusehen, wie lange die Menschen im Klinikviertel am Sonntag ihre Wohnungen verlassen müssen.

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