Bund und Länder verschärfen Lockdown bis Mitte Februar

Die Kanzlerin und die Ministerpräsident*innen haben am Dienstagabend (19.01.) die bundesweiten Corona-Maßnahmen bis zum 14. Februar verlängert – und zum Teil verschärft. Im Nahverkehr, auf der Arbeit und in Schule und Kita gelten jetzt strengere Regeln.

Das Ziel der verlängerten und verschärften Maßnahmen ist, bis zum 14. Februar deutschlandweit einen Inzidenzwert von 50 zu erreichen. Das heißt maximal 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen. Die Maßnahmen im Überblick:

  • Verschärfte Maskenpflicht: Im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften muss eine FFP2- oder OP-Maske getragen werden. Einfache Stoffmasken genügen nicht mehr.
  • Kitas und Schulen sollen bis zum 14. Februar geschlossen bleiben. Den Ländern bleiben jedoch Spielräume für Ausnahmen.
  • Mehr Homeoffice: Arbeitgeber*innen müssen, wo immer möglich, das Arbeiten von zu Hause gestatten. Eine entsprechende Verordnung soll noch am Mittwoch (20.01.) im Kabinett verabschiedet werden.
  • Mehr Schutz für Alten-und Pflegeheime: Das Personal muss beim Kontakt mit Bewohner*innen eine FFP2-Maske tragen. Um mehr Schnelltests zu ermöglichen, sollen Bundeswehr und Freiwillige helfen. Auch in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung soll es genug Tests geben.
  • Gottesdienste bleiben erlaubt, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Eine Maske mit höherem Schutzstandard ist Pflicht, Singen ist verboten.
  • In Hotspots sollen gegebenenfalls härtere Maßnahmen greifen.

Wie bisher bleiben Restaurants, Freizeiteinrichtungen, Friseure und große Teile des Einzelhandels geschlossen. Außerdem gelten weiterhin die Kontaktbeschränkungen: Treffen sind nur mit einer Person abgesehen vom eigenen Haushalts erlaubt. Die Bundesregierung appelliert an die Bürger*innnen, ihre Kontakte weiter zu begrenzen. Auch der Alkoholkonsum im Freien bleibt verboten.

Wegen der Virusmutation seien die neuen Maßnahmen trotz sinkender Infektionszahlen notwendig, so Kanzlerin Angela Merkel. Die Politiker*innen lassen sich die Möglichkeit offen, die Regeln notfalls weiter zu verschärfen.

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Mehr von Anastasia Zejneli
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