RKI will sich nicht mehr nur an der Inzidenz orientieren

Das Robert-Koch-Institut (RKI) möchte sich nicht mehr nur auf die Sieben-Tage-Inzidenz konzentrieren. In Zukunft soll die Krankheitslast als wichtige Kenngröße gelten. So soll die epidemische Belastung besser abgeschätzt werden.

Die konstant steigenden Omikron-Neuinfektionen drücken laut RKI nicht repräsentativ die Lage des Gesundheitssystems aus. Deshalb soll ein größerer Fokus auf die Schwere der Krankheitsverläufe gelegt werden. Um die aktuelle Lage zu bewerten stehe „nicht die Erfassung aller Infektionen durch SARS-CoV-2, sondern die Entwicklung der Anzahl und Schwere der Erkrankungen im Vordergrund“, heißt es vom RKI in seinem Wochenbericht vom Donnerstagabend (27.01.). So lasse sich die Belastung von z. B. Intensivstationen besser einschätzen.

Neben Krankenhausaufenthalte sollen auch Schätzwerte zu Arztbesuchen Aufschluss über die epidemische Lage geben. Die Expert*innen erklären im Wochenbericht, dass in der Woche zum 23. Januar schätzungsweise 280 von 100.000 Einwohner*innen ihre Ärzt*innen besuchen mussten, in der Vorwoche waren es laut RKI 178. Das könnte in Zukunft ein weiterer wichtiger Indikator sein, um politische und pandemische Maßnahmen zu entscheiden. Expert*innen befürchten eine höhere Belastung des Gesundheitssystems durch die Omikron-Variante.

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