Leitzins in den USA wird angehoben: Druck auf die EZB steigt

Der Leitzins in den USA wird angehoben. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Normalerweise nimmt die Bank die Erhöhungen nur in Schritten von 0,25 Prozentpunkten vor. 

Diese Maßnahme war von den Märkten in den USA bereits erwartet worden, weil die Inflation in den USA momentan deutlich spürbar ist. Im Vergleich zum Vormonat liegt die Inflation gerade bei 8,5 Prozent. Gleichzeitig liegt die Inflationsrate weit über dem mittelfristig angestrebten Wert von zwei Prozent.

Mit der Erhöhung des Leitzins werden auch die Kredite, die sich Banken bei der Fed nehmen, teurer. Damit sinkt die Nachfrage, was der Inflation entgegen wirkt. Gleichzeitig deckelt diese Maßnahme auch das Wirtschaftswachstum. Deshalb handelt es sich bei der Maßnahme um einen Balanceakt, um dem Arbeitsmarkt und der Konjunktur nicht zu schaden, die Inflation aber auszubremsen.

Die Entscheidung in den USA erhöht auch den Handlungsdruck auf die Europäische Zentralbank (EZB), um so der derzeitigen Inflationsrate von 7,5 Prozent entgegenzuwirken. 

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