Finnland strebt Nato-Beitritt an – Russland fühlt sich bedroht

Die finnische Staatsführung um Präsident Sauli Niinistö und Ministerpräsidentin Sanna Marin hat sich am Donnerstag (12.05.) für einen „unverzüglichen“ Nato-Beitritt des Landes ausgesprochen. Die russische Führung sieht den Plan Finnlands als Bedrohung und spricht von einer weiteren Unsicherheit für den europäischen Kontinent.

Aufgrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine will Finnland den Antrag zum Beitritt voraussichtlich am Sonntag (15.05.) einreichen. Damit das gelingen kann, müssen alle 30 Nato-Mitglieder zustimmen. Nato-Generalsekretär Jens Stollenberg spricht von einer großen Zustimmung innerhalb des Bündnisses. Auch Deutschland unterstützt den finnischen Beitritt.

„Finnland ist einer der engsten Partner der Nato, eine gereifte Demokratie, ein EU-Mitglied und ein maßgeblicher Faktor, wenn es um die euroatlantische Sicherheit geht“, sagt Stoltenberg. Für das lange Zeit bündnisfreie Finnland wäre der Beitritt ein historisches Ereignis. Das nord-östlichste EU-Land hat eine über 1300 Kilometer lange Grenze zu Russland. Derzeit denkt neben Finnland auch das skandinavische Nachbarland Schweden über einen Nato-Beitritt nach.

Die russische Reaktion darauf ließ nicht lange auf sich warten. „Eine abermalige Ausweitung der Nato macht unseren Kontinent nicht stabiler und sicherer“, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax. Auch Wladimir Putin reagierte bereits darauf und soll die Stärkung der westlichen Flanke Russlands angewiesen haben.

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