Afd startet Meldeportal gegen Lehrer und erntet Kritik

Die AfD hat Schüler und Studierende aufgerufen, Lehrer und Professoren zu melden, deren Unterricht darauf abzielt, die AfD negativ darzustellen. Die beiden vom baden-württembergischen AfD-Landtagsabgeordneten Stefan Räpple online gestellten Portale tragen die Namen „Mein Lehrer hetzt“ und „Mein Prof. hetzt“.

Räpple kündigte darüber hinaus an, die Namen der Lehrer und Professoren sogar veröffentlichen zu wollen. Unter den anderen Parteien lösten die geplanten, sowie die bereits freigeschalteten Portale Empörung aus. Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) kritisierte das Vorhaben der AfD und wies darauf hin, dass organisierte Denunziation ein Mittel von Diktaturen sei. Der Landesvorsitzende der AfD in Berlin, Georg Pazderski, hingegen hält solche Online-Portale für „unbedingt notwendig“, da in vielen Schulen von Lehrern ein „einseitiges links-grünes Weltbild“ vermittelt werde.

Die Kultusministerkonferenz will sich nun in ihrer bis Freitag, 12. Oktober, dauernden Tagung gegen die Meldeportale aussprechen. Helmut Holter, Präsident der Kultusministerkonferenz, sagte, die Länder prüften rechtliche Schritte.

Am Freitagmittag wurden die beiden Portale zunächst sogar wieder offline genommen. Der Grund hierfür ist laut AfD ein Hackerangriff. Aktuell würden die Seiten überarbeitet, um sie vor weiteren Angriffen zu schützen, ist nun zu lesen, wenn man die Seiten aufruft. Es sei geplant, beide Porale bis Anfang nächster Woche wieder online zu stellen.

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