AfD will Trennung von Jugendorganisation „Junge Alternative“ prüfen

Die „Junge Alternative“ wird wegen ihrer Verbindung zur rechtsextremen „Identitären Bewegung“ bereits vom Verfassungsschutz beobachtet. Nun zieht die Mutterpartei in der Affäre die Notbremse und will eine mögliche Trennung von der Jugendorganisation prüfen.

Die Alternative für Deutschland (AfD) will sich nach eigenen Angaben womöglich von ihrer Jugendorganisation „Junge Alternative“ trennen. Der Jugendverband war immer wieder durch rechtsradikale Äußerungen einiger Mitglieder in die Schlagzeilen geraten.

Der Parteivorstand erklärte am Montag nach einer Telefonkonferenz: „Mit Abscheu nimmt der Bundesvorstand der Alternative für Deutschland menschenverachtende Einzeläußerungen von Mitgliedern der Jungen Alternative (JA) zur Kenntnis. Er erwartet von der JA, dass sie sich unverzüglich von diesen Mitgliedern trennt.“

In einigen Bundesländern wird die Junge Alternative vom Verfassungsschutz beobachtet. Grund dafür sind unter anderem personelle Überschneidungen mit der rechtsextremen „Identitären Bewegung“.

Eine parteiinterne „Arbeitsgruppe Verfassungsschutz“ solle zunächst ein „aktuelles Lagebild“ vorlegen, erklärte der Parteivorstand weiter. Die Arbeitsgruppe soll außerdem einen Antrag auf Änderung der Parteisatzung prüfen. Darin ist die Junge Alternative als offzielle Jugendorganisation der AfD eingetragen. Mit Änderung dieser Satzung würde sich die Partei von ihrer Jugendorganisation trennen. Eine finale Entscheidung könne dazu beim nächsten Bundesparteitag fallen.

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