Kohlekompromiss: RWE erwartet „signifikanten Stellenabbau“

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz erwartet aufgrund des geplanten Kohleausstiegs bis Ende 2038 einen „signifikanten Stellenabbau“ bei dem Energiekonzern. Die Kohlekommission hatte in einem Bericht vom Samstag vorgeschlagen, schon bis 2022 insgesamt sieben Gigawatt Kohle vom Netz zu nehmen.

Der Stellenabbau bei RWE gehe nun „weit über die bisherigen Planungen“ hinaus, sagt RWE-Chef Schmitz. Wie viele Mitarbeiter genau betroffen seien, könne er aber nicht sagen. Weiter fordert er Unterstützung der Politik und stellt in Frage, ob ein Kohleausstieg in 20 Jahren sinnvoll sei.

Wirtschaftsminister Peter Altmeier sagte am Sonntag in der ARD, die Bundesregierung sei bereit, einen schnellen Kohleausstieg zu finanzieren. Die betroffenen Regionen, in denen bis 2038 schrittweise die Kraftwerkskapazitäten heruntergefahren werden sollen, will der Bund mit 40 Milliarden Euro unterstützen.

Den Erhalt des Hambacher Waldes, der zum Symbol der Anti-Kohle-Bewegung geworden ist, hält die Kohlekommission zudem für „wünschenswert“. RWE zeigte sich demgegenüber gesprächsbereit, will den Wunsch aber zunächst prüfen.

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