Deutschlandweite Razzien gegen mutmaßlich islamistisches Netzwerk

In NRW und acht anderen Bundesländern hat es am Mittwochmorgen Razzien gegen ein islamistisches Netzwerk gegeben. Die Polizei durchsuchte dabei insgesamt etwa 90 Gebäude.

An der Spitze des Netzwerks stehen die Vereine Ansaar International mit Sitz in Düsseldorf und World-Wide-Resistance-Help (WWR-Help) aus Neuss. Der Verfassungsschutz beobachtet die eng miteinander verbundenen Vereine schon seit Längerem.

Die Ermittler vermuten nun, dass die Organisationen Verbindungen zur radikalislamischen Hamas haben könnten. Die Hamas beherrscht den palästinensischen Gazastreifen und wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

Der Verein WWR-Help hatte beispielsweise auf seiner Homepage dazu aufgerufen, an Bedürftige im Gazastreifen zu spenden. Im Bericht des Verfassungsschutzes heißt es, Ansaar betreibe „intensive Kooperationen mit anderen Personen der extremistisch-salafistischen Szene“. Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte, wer unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe die Hamas unterstütze, missachte fundamentale Wertentscheidungen unserer Verfassung“.

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