Amazon-Mitarbeiter streiken am Prime Day

An sieben deutschen Standorten haben Amazon-Beschäftigte in der Nacht zum Montag die Arbeit niedergelegt. Sie wollen den Prime Day nutzen, um ihre Forderungen nach mehr Lohn durchzusetzen. 

Der Amazon Prime Day ist einer der wohl wichtigsten Tage im Amazon-Firmen-Kalender. Seit 2015 gibt es den Prime Day – hier wirbt Amazon mit besonders hohen Rabatten. Im vergangen Jahr hat der Onlineversandhändler aus Seattle nur an diesem einen Tag mehr als 100 Millionen Produkte verkauft.

Im Vorfeld hatte Amazon erkärt, der Streik werde keinen Einfluss auf die Auslieferung von Paketen haben. „Die überwältigende Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeitet normal. Die Pakete kommen an“ , sagte ein Firmensprecher.

Die Gewerkschaft Ver.di hatte zu dem Streik aufgerufen. „Während Amazon mit satten Preisnachlässen beim Prime-Day zur Schnäppchenjagd bläst, wird den Beschäftigten eine existenzsichernde tarifliche Bezahlung vorenthalten“ , kritisiert Ver.di Handelsexperte Orhan Akman. In Deutschland betreibt Amazon zwölf Warenlager an elf verschiedenen Logistikstandorten und beschäftigt dort nach eigenen Angaben rund 13.000 Beschäftigte. Mit Verweis auf den im ersten Quartal erwirtschafteteten Rekordgewinn des Unternehmens in Höhe von 3,2 Milliarden Dollar argumentiert Ver.di, dass das Geld für eine bessere Bezahlung der Mitarbeiter vorhanden sei.

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