Verpackungsmüll ist in Deutschland auf Rekordhoch

Die Menge an Verpackungsmüll in Deutschland ist im Jahr 2017 auf ein Rekordhoch geklettert: 18,7 Millionen Tonnen Müll sind angefallen. Das sind 226,5 Kilogramm pro Person und drei Prozent mehr als im Vorjahr, so das Bundesumweltamt. Private Verbraucher hatten daran einen Anteil von 107 Kilogramm pro Kopf.

Die neuen Zahlen wurden anlässlich der europäischen Woche der Abfallvermeidung veröffentlicht. Als Gründe nennt die Umweltbehörde unter anderem den Trend zum Online-Versand sowie Essen und Trinken zum Mitnehmen. „Wir verbrauchen viel zu viele Verpackungen“, sagte Umweltbundesamt-Präsidentin Maria Krautzberger. Unnötige Verpackungen sollten schon in der Produktion möglichst vermieden werden. Außerdem sollen mehr Mehrweg-Optionen eingeführt werden, die über Wasser-, Bier- und Kaffeebecher hinaus gehen: „Wer sein Essen mitnimmt, sollte das auch in Mehrwegbehältern tun können“, so Krautzberger.

Laut UBA werden 70 Prozent des Verpackungsmüll recycelt. Materialen wie Stahl, Papier, Karton und Glas können am besten weiterverwertet werden. Verpackungsmüll aus Kunststoff werde lediglich zu 50 Prozent wiederverwertet. Als recycelt gelte dabei aber schon alles, was es nur bis in die Recyclinganlage schafft. Danach werde erst noch aussortiert, was weiterverwertet werden kann. Ab 2020 solle die Recyclingquote danach berechnet werden, was wirklich wiederverwendet wird.

Beim Pro-Kopf-Verbrauch von Verpackungen liegt Deutschland in der EU weit vorn, die Spitze belegt jedoch Luxemburg mit knapp 231 Kilogramm Verpackungsabfall pro Kopf. Die Gesamtmenge ist in Deutschland am größten.

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