Unwort 2019: Auf „Anti-Abschiebe-Industrie“ folgt „Klimahysterie“

Klimahysterie“ ist das Unwort des Jahres 2019 – das entschied die Jury der sprachkritischen Aktion am Dienstag. Mit dem Wort würden Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert und wichtige Debatten zum Klimaschutz diskreditiert, sagte Jury-Sprecherin Nina Janich.

Seit 1991 kürt das Team aus Sprachwissenschaftlern der Technischen Universität Darmstadt jedes Jahr einen Begriff, der den gesellschaftlichen Diskurs auf besonders ehrverletzende, diskriminierende sowie menschen- oder demokratiefeindliche Art geprägt hat. Während in den vergangenen Jahren noch die Flüchtlingsthematik die Einsendungen dominiert hat – das Unwort 2018 war „Anti-Abschiebe-Industrie“ – stand in diesem Jahr das Klima im Mittelpunkt. So befanden sich in den knapp 670 Einsendungen auch vermehrt Begriffe wie „Verschmutzungsrechte“, „Bauernbashing“ oder „Ökodiktatur“.

Die Reaktionen fallen gemischt aus: Während Akteure wie die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) oder der Naturschutzbund Deutschland die Entscheidung lobten, kommt vor allem aus dem rechten Lager Kritik. So fordert die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag Alice Weidel via Twitter, dass die „Unworte eigentlich die Worte des Jahres sein müssten, weil sie gesellschaftliche Fehlentwicklungen klar aufzeigen.“

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