Coronavirus: Forscher erlangen ersten Durchbruch bei Forschung

Im Kampf gegen das Coronavirus gibt es neue Entwicklungen: Forscher in Australien haben es geschafft, das Virus im Labor nachzuzüchten, teilt ein Institut in Melbourne mit. Die Forschungen zu einem Gegenmittel können beginnen. In Bayern sind mittlerweile vier Infektionen bekannt. Auch in NRW gibt es nun die ersten Verdachtsfälle.

Die australischen Experten bezeichnen ihren Fortschritt als Durchbruch. Im Peter-Dohetry-Institut für Infektion und Immunität beginnt die Suche nach einem Gegenmittel. Daran sind auch internationale Forscher beteiligt.

Deutschlandweit sind mittlerweile vier Fälle bekannt, in denen sich Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben – alle davon in Bayern. Auch in NRW gibt es nun die ersten Verdachtsfälle. In Siegen stehen zurzeit drei Menschen unter Verdacht, sich mit dem Virus infiziert zu haben. Ob sich dieser Verdacht bestätigt, kann laut Pressestelle des Kreises Siegen-Wittgenstein erst nach Abschluss einer ausführlichen Diagnose gesagt werden.

In Dortmund gibt es laut Stadt bisher keine bekannten Verdachtsfälle. Sie treffe keine besonderen Vorbereitungen für mögliche Infizierungen. „Es gibt keinen Grund, sich großartig vorzubereiten. Unser Versorgungssystem funktioniert bereits“, so Pressesprecherin Anke Widow.

Das Robert-Koch Institut schätzt die Gefahr für Deutschland weiterhin als gering ein. Auch ohne Impfstoff seien die Symptome des Virus sehr gut behandelbar. In vielen Fällen verlaufe die Krankheit eher mild, manchmal sogar komplett ohne Symptome.

Strengere Kontrollmechanismen bei Einreise geplant

Gesundheitsminister Jens Spahn plant dennoch stärkere Kontrollen: Auf Fluggesellschaften und Krankenhäuser sollen neue Meldepflichten zukommen. So sollen Piloten bei Flügen aus China, vor einer Landung den Flugtower über den Gesundheitszustand ihrer Passagiere informieren. Reisende aus China sollen außerdem bei der Einreise in Deutschland Angaben zu ihrem Flug, Aufenthaltsort und Erreichbarkeit machen. Kliniken müssen laut Spahn künftig auch schon Verdachtsfälle dem Robert-Koch Institut melden – nicht nur bestätigte Fälle. Die Eindämmung des Virus sei besonders schwierig, da Infizierte bereits ansteckend sind, bevor sie die ersten Symptome zeigen.

Die Fluggesellschaft „British Airways“ streicht vorübergehend alle Direktflüge von und nach China. In China selbst sind mittlerweile knapp 6000 Fälle von Infizierten bekannt. Somit sind die Zahlen höher als bei der Sars-Epidemie vor 17 Jahren. Die Zahl der Todesfälle ist auf 132 (Stand 29. Januar) gestiegen.

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