Bau des Einheitsdenkmals in Berlin nach Problemen gestartet

Nach jahrelanger Verzögerung wird jetzt auf dem Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals das Einheits- und Freiheitsdenkmal gebaut. Es hat die Form einer riesigen Schale und soll an die friedliche Revolution und die Wiedervereinigung 1989 erinnern.

Die Kosten für das Denkmal belaufen sich auf 17 Millionen Euro. Das Stuttgarter Architekturbüro Milla & Partner rechnet mit der Fertigstellung des Denkmals bis Ende 2021. Ursprünglich sollte das Denkmal zum 30. Jahrestag des Mauerfalls im November letzten Jahres eröffnet werden. Zu Verzögerungen kam es unter anderem durch politische Hürden, denkmalgeschützte Mosaike am Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal und am Sockel lebende Fledermäuse.

Die Schale ist begehbar und verlagert, je nach Verteilung der Besucher*innen, ihr Gewicht wie eine Wippe. Sie trägt die Inschrift: „Wir sind das Volk – Wir sind ein Volk“. Um das Denkmal zu bewegen, sei Zusammenarbeit nötig. „Wie bei der friedlichen Revolution von 1989 müssen sich die Besucher verständigen und zu gemeinsamen Handeln entschließen, um etwas zu bewegen“, heißt es in einer Pressemitteilung vom zuständigen Architekturbüro Milla & Partner.

Mehr von Clara Werdin

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