„Corona-Test-Lungen“ an der RUB entwickelt

Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben aus Stammzellen sogenannte Organoide gezüchtet. Sie leiten sich von menschlichen Zellen ab und funktionieren wie kleine Lungen.

An ihnen sollen die Entstehung, Ausbreitung und Behandlungsmöglichkeiten von Sars-Cov-2-Infektionen untersucht werden. Ein Vorteil ist, dass die Organoide in großer Zahl hergestellt werden können und alle den gleichen genetischen Hintergrund haben. Der Name des Projekts lautet „Analyse von Sars-Cov-2 infizierten humanen Lungen-Organoiden“, kurz „Organsars“.

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

Ein Ziel des Projekts ist es unter anderem, herauszufinden, wie bereits bestehende Medikamente gegen das Corona-Virus wirken. Das weckt Hoffnungen, einen geeigneten Wirkstoff zu finden. Daher wird „Organsars“ seit dem 1. Juni vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für anderthalb Jahre gefördert.

Hochauflösende Mikroskopie zur Erkennung von Ineraktion

Die Untersuchungen finden mithilfe hochauflösender Mikroskopie und dem Phänomen der Fluoreszenz statt. Das Organoid ist laut RUB ein verlässliches 3D-Modell. Es ermögliche, komplexe Interaktionen verschiedener Zelltypen des Lungengewebes zu untersuchen.

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