Istanbul: Studierende nach Protesten festgenommen

16 Studierende der Bogazici-Universität in Istanbul wurden nach Protesten festgenommen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Sie demonstrierten gegen die Ernennung eines neuen Direktors durch Präsident Erdogan.

Als Präsident hat Erdogan das Recht, Rektor*innen zu ernennen. Am Samstag machte er von diesem Recht Gebrauch und ernannte Melih Bulu, einen ehemaligen Abgeordneten der islamisch-konservativen Partei AKP, zum neuen Direktor der renommierten Bogazici-Universität.

Die Studierenden kritisieren die Nähe des Direktors zur AKP und betonen, dass die Ernennung undemokratisch sei. Sie fordern das Recht ein, eine*n eigene*n Rektor*in zu wählen. Bei den Protesten am Montag kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Den Studierenden wird nun Widerstand gegen diensthabende Beamte sowie Verstöße gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. Neben den 16 verhafteten Studierenden, werde nach zwölf weiteren noch gefahndet.

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