Debatte um neuen Impfstoff: Astrazeneca wehrt sich gegen Vorwürfe

Bald soll auch der Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca eine Zulassung bekommen. Laut Medienberichten ist die Wirksamkeit allerdings gerade bei Senioren nicht stabil. Der britische Pharmahersteller weist das nun zurück.

In dieser Woche soll der Corona-Impfstoff von Astrazeneca in der EU und damit auch in Deutschland zugelassen werden. Medienberichten zufolge erwartet die Bundesregierung eine Zulassung jedoch nur für Menschen unter 65 Jahren. Grund der möglichen Nichtzulassung des Impfstoffs für Ältere sei die niedrige Wirksamkeit von lediglich acht Prozent. Darüber hatten sowohl das „Handelsblatt“ als auch die „Bild“-Zeitung mit Verweis auf deutsche Koalitionskreise berichtet.

Der britisch-schwedische Pharmakonzern widerspricht. Die Berichte seien „komplett falsch“, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Astrazeneca verwies unter anderem darauf, dass die Notfallzulassung der britischen Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) ältere Menschen mit einschließe. Auch habe ein Beratungskomitee für Impfungen den Einsatz des Impfstoffs bei Senioren unterstützt.

Entscheidung am Freitag

Die britisch-schwedische Firma hatte bereits 336 Millionen Euro von der EU-Kommission bekommen – als Vorschuss für Entwicklung und Produktion. Im Gegenzug wurden vertraglich 80 Millionen Dosen zugesichert. Daraus werden vorerst allerdings nur 31 Millionen geliefert.

Die Entscheidung, ob der Impfstoff von Astrazeneca zugelassen wird, soll die Europäische Arzneimittelbehörde EMA voraussichtlich am Freitag treffen. In Großbritannien wird er schon im großen Stil eingesetzt.

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