Impfzertifikat gibt Hoffnung auf Sommerurlaub in Europa

Heute entscheidet das EU-Parlament über Reiseregelungen für den Sommer. Ein europäisches Impfzertifikat soll Menschen das Reisen innerhalb Europas erleichtern.  Das Zertifikat soll zugleich keine Benachteiligung von nicht geimpften Europäern bedeuten.

Bereits beim Gipfel im Februar einigten sich die Staats- und Regierungschefs aller 27 Länder auf den Impfausweis. Heute stimmt das Europäische Parlament final über die Gesetzgebung ab. Zustimmen wollen die meisten Abgeordneten. Nur einige der politisch rechts eingestellten Abgeordneten sind gegen den Impfausweis.

Diese drei Informationen soll der Impfausweis enthalten:

  1. Ist die Person geimpft?
  2. Hatte die Person bereits eine Corona-Infektion?
  3. Liegt ein negativer Coronatest der Person vor?

Europa-Abgeordnete der CDU, Peter Liese setzt Hoffnung in den Impfausweis:

„Wichtig ist, dass Menschen, die sich noch nicht impfen lassen konnten und die sich vielleicht auch im Juni/Juli nicht impfen lassen können, zum Beispiel Kinder, dass sie einen negativen Test nachweisen können. Und aus meiner Sicht ist auch wichtig, dass diejenigen, die die Erkrankung durchgemacht haben, ein Genesungszertifikat bekommen“.

Das Zertifikat soll Aufschluss darüber geben, ob ein Mensch das Coronavirus verbreiten kann oder wie wahrscheinlich dies ist. Neben Informationen über Impfungen sollen dafür auch Testergebnisse und Angaben über eine überstandene Corona-Erkrankung enthalten sein. Für Reisende könnten dadurch Test- oder Quarantänepflichten entfallen. Das Impfzertifikat soll vor allem Grenzübertritte erleichtern.

Nach der heutigen Entscheidung des Parlaments kann die Umsetzung der 27-Länder bereits am Wochenende beginnen. Die Impfausweise sollen voraussichtlich im Juni ausgegeben werden und europaweit gelten. Es gibt ihn digital per QR-Code, man kann ihn aber auch ausgedruckt auf Papier erhalten. Die EU-Mitgliedsstaaten können selbst darüber entscheiden, was mit dem Impfnachweis in ihrem Land möglich sein soll.

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