Übergriffe auf Bahnbeschäftigte nehmen zu

Die Gewalt gegen Zugbegleiter*innen hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Die Gründe liegen nicht allein in der Pandemie. Schon in den Vorjahren zeichnete sich ein klarer Trend ab.

Trotz sinkenden Fahrgastaufkommens nahm die Gewaltbereitschaft gegen Zugbegleiter*innen im vergangenen Jahr deutlich zu. Die Bundespolizei erfasste insgesamt 2.070 Übergriffe auf Bahnbedienstete. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 421 Fälle mehr – die Anzahl der Gewalttaten nahm damit um knapp 20 Prozent zu. Die Fallzahlen gehen aus der Regierungsantwort auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervor.

Nach Zimmermanns Ansicht habe die COVID-19-Pandemie zur Gewaltbereitschaft gegen Zugbegleiter*innen beigetragen. „Den Bahnbeschäftigten wurden mit der Durchsetzung der Maskenpflicht faktisch polizeiliche Aufgaben aufgebürdet.“, erklärte Zimmermann. Gründe für die Zunahme der Fallzahlen sieht die 60-Jährige aber schon vor der Pandemie. Immer wieder entlade sich Frust über die Deutsche Bahn in Gewalt gegen Angestellte.

Die Fallzahlen des vergangenen Jahres bestätigen einen anwachsenden Trend. 2018 meldete die Bundespolizei 1.344 Fälle, 2019 kam es sogar zu 1.649 Übergriffen gegen Mitarbeiter*innen der Deutschen Bahn.

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Mehr von Arne Draheim
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