Neue Corona-Daten zeigen: Vor allem Ungeimpfte stecken sich an

Die vierte Welle ist offenbar eine Welle der Ungeimpften. Das zeigen Corona-Zahlen aus mehreren Bundesländern, die bei den Infektionen nach dem Impfstatus unterscheiden. Besonders in einem Land ist das Ergebnis eindeutig.

Neue Corona-Daten aus mehreren Bundesländern weisen darauf hin, dass nicht oder nicht vollständig geimpfte Menschen einen Großteil der Neuinfektionen ausmachen. Die jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) nach Impfstatus zeigen: Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Woche vom 18. bis zum 24. Oktober war bei ungeimpften Erwachsenen rund dreinmal so hoch wie bei Gleichaltrigen mit vollständigen Impfschutz. Die Bundesländer Bayern, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhal unterscheiden Infizierte danach, ob sie geimpft sind oder nicht. Das hat auch Baden-Würtemberg bis vorigen Freitag (12.11.) gemacht. Bundesweite Regeln gibt es dazu nicht.

Das RKI weist jedoch darauf hin, dass diese Zahlen „mit Sicherheit etwas verzerrt“ sind. Denn wegen 3G-Regeln müssen sich Ungeimpfte häufig testen lassen, etwa im Restaurant oder auf der Arbeit – Geimpfte aber nicht. Daher werden Infektionen bei Ungeimpften auch eher entdeckt. Aber auch Geimpfte können sich anstecken, da eine Impfung nicht zu 100 Prozent schützt. Trotzdem stellt das RKI fest, „dass sich Ungeimpfte deutlich häufiger infizieren als Geimpfte“.

Im Corona-Hotspot Sachsen, wo der Anteil Geimpfter am niedrigsten ist (60 Prozent), ist das Ergebnis besonders eindeutig. Dort lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag (16.11) unter Geimpften bei 64. Bei den nicht oder nicht vollständig Geimpften war sie mit 1.823 hingegen rund 28 Mal so hoch.

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