Taliban folterten Minderheiten bei Machtübernahme in Afghanistan

Die Taliban haben in der Endphase ihrer Machtübernahme in Afghanistan verschiedene Kriegsverbrechen zu verantworten. Das geht aus einem Bericht von Amnesty International hervor. Unter anderem sollen außergerichtliche Tötungen stattgefunden haben.

Bei Vergeltungsanschlägen gegen Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten, ehemaligen Regierungskräften und Sympathisanten der Regierung seien diese gefoltert und getötet worden. Das erfolgte laut dem Amnesty-International Bericht in den Monaten Juli und August.

Angaben der Vereinten Nationen zufolge sind zudem mindestens 100 ehemalige Sicherheitskräfte getötet worden. In den meisten Fällen seien die Taliban für diese Tötungen verantwortlich.

Des Weiteren wird im Bericht deutlich gemacht, dass auch Luftangriffe der USA sowie Mörsergranaten der afghanischen Armee dutzende Menschen töteten. Die Dunkelziffer der Tötungen in Afghanistan sei schwer zu erahnen, da die Taliban für Medien und Menschenrechtsorganisationen den Zugang einschränken und in Teilen des Landes sowohl die Mobilfunk als auch die Internetversorgung kappten.

Seit dem Abzug US-amerikanischer Truppen aus dem Land starteten die Taliban im Mai eine Militäroffensive. Nachdem sie zunächst hunderte Bezirke und anschließend fast alle Provinzhauptstädte eroberten, besetzten sie Mitte August kampflos die Hauptstadt Kabul.

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