Tote nach Erdbeben an afghanisch-pakistanischer Grenze

Bei einem schweren Erdbeben an der afghanisch-pakistanischen Grenze sind am Dienstagabend (21.06.2022) mindestens 280 Menschen gestorben. Etwa 200 weitere seien verletzt worden, teilte die Regierung in Kabul mit. 

Die Angaben zur Stärke des Erdbebens variieren. Die pakistanische Behörden meldeten eine Stärke von 6.1, die US-Erdbebenwarte eine Stärke von 5.9. Sie erkannten auch ein etwas schwächeres Nachbeben.

In der Provinz Paktika sollen dutzende Häuser zerstört worden seien, teilten die Behörden der regierenden Taliban mit. Der Regierungssprecher Bilal Karimi veröffentlichte auf Twitter einen Hilfeaufruf: „Wir rufen die Hilfsorganisationen auf, den Opfern des Erdbebens sofortige Hilfe zu leisten, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern.“ Der pakistanische Premierminister Shahbaz Sharif teilte sein Beileid zu dem Erdbeben mit und versprach Hilfe für die afghanische Bevölkerung.

Auch in Pakistan sei das Erbeben zu spüren gewesen, jedoch ist nach ersten Angaben nichts über Schäden oder Verletze bekannt. Laut der pakistanischen Katastrophenschutzbehörde versuchen örtliche Einsatzkräfte sich Zugang in die Region zu verschaffen.

In den Bergregionen Afghanistans treten öfter starke Erdbeben auf. Durch die geringe Bausubstanz der Häuser sind die Schäden oft gravierend. Hilfseinsätze in den betroffenen Regionen werden außerdem erschwert, weil sich nach der Machtübernahme der Taliban 2021 die meisten internationalen Truppen zurückgezogen haben.

(Stand: 11 Uhr)

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