Ein Jahr nach der Flut: So wird der Katastrophenschutz verändert

Die tödliche Flutkatastrophe in NRW im Sommer 2021 jährt sich. Dabei starben allein in NRW 49 Menschen. Nun soll der Katastrophenschutz überarbeitet werden. 

Nach der Flutkatastrophe zeichneten sich zahlreiche Mängel im Katastrophenschutz ab: So fehlten im Juli 2021 funktionierende Sirenen, Gefahreninformationen waren unklar und Warnketten funktionierten nicht. „Wenn es so viele Tote gibt, kann ja nicht alles glatt gelaufen sein“, sagte Innenminister Herbert Reul.

Deshalb ernannte Reul ein Kompetenzteam für Katastrophenschutz. Eines der Mitglieder*innen ist Uwe Krischner vom Deutschen Roten Kreuz. Für ihn sei der Katastrophenschutz in NRW im Vergleich zu anderen Bundesländern, laut WDR, schon „gut aufgestellt“. Das Team kam in einem 30-seitigen Bericht mit einem 15-Punkte-Plan im Februar 2022 auf. Unter anderem soll das Sirenennetz im Land ausgebaut werden. Seit der Flut wurden 400 neuen Anlagen installiert.

Die Änderungen im Überblick

Zudem sollen die Sirenen nicht mehr zum Alarmieren der Freiwilligen Feuerwehr verwendet werden. So soll vermieden werden, dass sich die Bevölkerung im Ernstfall an den Alarm gewöhnt hat. Der Plan soll sich jedoch auf verschiedene Warnsignale stützen. Neben Sirenen soll auch ein „Cell Broadcasting“ eingeführt werden. Damit werden Warnungen auf alle Mobiltelefone versendet, die am Netz angebunden sind.

Auch die Digitalisierung soll in Krisenfällen die Kommunikation zwischen Kommunen verbessern. Bei flächendeckenden Katastrophen soll in Zukunft ein landesweites Krisenmanagement des Innenministeriums die Organisation verbessern. Allerdings benötigen solche Änderungen Zeit, einige Verbesserungen können sogar Jahre andauern.

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