Peta zeigt Dortmunder Zoo an

Die Tierschutzorganisation Peta hat unter anderem die Zoos in Dortmund und Duisburg angezeigt. Sie wirft ihnen vor, Wasservögel flugunfähig zu machen. Noch 18 weitere Zoos in Deutschland haben eine Anzeige von Peta bekommen.

Gesetzlich sind die Zoos dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass keine Tiere ausbrechen können. Laut der Tierschutzorganisation wird dafür das Gefieder von Wasservögeln wie Flamingos und Pelikanen regelmäßig beschnitten oder chirurgische Eingriffe an ihnen durchgeführt.

Darin sieht Peta einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, denn dieses besagt: „Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.“ (TierSchG §6, Abs. 1). Betroffen von der Anzeige sind unter anderem die Zoos in Dortmund, Duisburg und Köln sowie der Tierpark in Berlin. Peta sagt auch, dass die Flugfähigkeit bei Wasservögeln besonders wichtig ist. Dieses Grundbedürfnis könne durch die Eingriffe nicht mehr erreicht werden.

Peta bezieht sich auf Schätzungen von 2016, nach denen etwa 10.000 flugunfähig gemachte Vögel in deutschen Zoos gehalten werden.

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