Resistente Keime nehmen vor allem in Kliniken zu

Therapien mit Antibiotika werden immer schwieriger: Das zeigen neue Daten des Nationalen Referenzzentrums für gramnegative Krankenhauserreger (NRZ) der Ruhr-Universität Bochum, die das Robert Koch-Institut in Berlin kürzlich veröffentlichte. Vor allem bei Krankenhaus-Patienten nehmen demnach Infektionen durch Reserve-Antibiotika resistente Keime laufend zu.

Im vergangenen Jahr kamen in fast jeder dritten Patienten-Probe Enzyme vor, die von Bakterien produziert werden und Resistenzen etwa gegen Reserveantibiotika aus der Gruppe der Carbapeneme verursachen. Insgesamt gab es 2533 solcher Fälle.

Niels Pfennigwerth vom NRZ sagte der Deutschen Presse Agentur, Ärzte müssten deshalb zur „Reserve der Reserve greifen“, weil bei betroffenen Patienten sehr gut wirksame Medikamente ausfallen. Diese Antibiotika hätten häufig stärkere Nebenwirkungen. Pfennigwerth sprach von einer bedenklichen Entwicklung, Therapiemöglichkeiten würden dadurch weiter eingeschränkt.

Trotzdem sind resistente Keime grundsätzlich nicht gefährlicher als andere Keime. Für Menschen mit gesundem Immunsystem sind sie harmlos, problematisch werden sie für geschwächte Patienten: Etwa für ältere, schwangere, oder erkrankte Menschen.

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