Regierung will Bafög bis 2020 erhöhen

Mit einem neuen Gesetz will die deutsche Bundesregierung das Bafög erhöhen. Die Erhöhung soll bis 2020 in zwei Stufen stattfinden: Der Höchstsatz der Förderung für Schüler und Studenten soll ab kommendem Wintersemester von 735 Euro auf insgesamt 850 Euro steigen.

Der Gesetzentwurf von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) ist an diesem Freitag Thema einer Anhörung von Verbänden im Bundesbildungsministerium in Berlin. Bis 2020 plant der Bund, für die Reform mehr als 1,8 Milliarden Euro auszugeben.

Ein Hauptgrund für die neue Reform ist, dass die Zahl der Bafög-Empfänger seit Jahren sinkt. Im Jahr 2017 erhielten laut Statistischem Bundesamt 225.000 Schüler und 557.000 Studenten die staatliche Ausbildungsförderung, fünf Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Mit der neuen Reform sollen so auch mehr Studierende die Chance auf Bafög haben. Dafür sollen die Freibeträge für das Einkommen der Eltern in drei Schritten bis 2021 um insgesamt 16 Prozent steigen.

Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde, kann sich nach eigenen Angaben vorstellen, dass durch die Reform tatsächlich wieder mehr junge Menschen vom Bafög profitieren. „Für eine echte Trendwende sind aber größere Verbesserungen nötig“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Wer bereits gefördert wurde, soll zudem keine Angst davor haben, lebenslange Schulden zu haben. Restschulden sollen denjenigen erlassen werden, die ihren Darlehensanteil des Bafög nicht innerhalb von 20 Jahren zurückzahlen können. Gründe dafür können eine schlechte wirtschaftliche Lage sein. Bisher musste man bereits nur die Hälfte des Bafög und maximal 10.000 Euro zurückzahlen.

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