Hitzewelle: Tipps, um in der Uni einen kühlen Kopf zu bewahren

Die bislang heißeste Woche des Jahres steht an und die Klausuren sind ebenfalls im Anmarsch. Da brennt der Kopf gleich doppelt, wenn ihr die Sommertage in der Universität verbringen müsst. Wir haben für euch Tipps und Spots rausgesucht, damit die Hitze erträglicher wird.

Viel Trinken

Das Wichtigste zuerst: Stay hydrated! Normalerweise reicht es, wenn ein erwachsener Mensch ungefähr 1,5 Liter pro Tag trinkt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät im Sommer allerdings dazu, am Tag eher drei Liter zu trinken, um nicht zu dehydrieren.

An der TU Dortmund ist für genug Wasser gesorgt: Es gibt mehrere Stellen, an denen ihr eure leeren Trinkflaschen kostenlos mit Wasser auffüllen könnt. Dies geht in der Hauptmensa sowie im EF50-Gebäude. Auch auf dem Campus Süd müsst ihr nicht verdursten: Dort könnt ihr eure Wasserflaschen in der Archeteria auffüllen.

Das Flasche wieder nachzufüllen statt ständig neue Flaschen zu kaufen, ist übrigens auch besser für die Umwelt – und besser für das Portmonee: Geld spart man nämlich auch.

Finger weg vom Alkohol

Eine weitere Regel im Sommer: Alkohol zu trinken, ist keine gute Idee. Der schadet eher. Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erklärt, entzieht Alkohol dem Körper weiteres Wasser und wertvolle Mineralstoffe. Das begünstige die Gefahr von Hitzschlägen.

Was ist ein Hitzschlag?

Laut des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) kommt es bei einem Hitzschlag zu einem Wärmestau im Körper. Dadurch erhöht sich die Körpertemperatur auf bis auf 40 Grad Celsius oder mehr. Anzeichen dafür sind eine heiße und trockene Haut sowie ein beschleunigter Pulsschlag. Der Betroffene fühlt sich müde und erschöpft, erklärt das DRK. Bei einem Hitzschlag kann zu Krämpfen, Erbrechen, einem Schwindelgefühl, Verwirrtheit oder auch Halluzinationen kommen. Oft werden die Betroffenen sogar bewusstlos.

Um einem Menschen mit Hitzschlag zu helfen, ist es laut DRK wichtig, den Betroffenen sofort in den Schatten zu bringen und seine Beine hoch zu lagern. Außerdem sollte der Betroffene Wasser oder auch gezuckerte Getränke wie Apfelschorle trinken – allerdings nur, wenn er bei vollem Bewusstsein ist. Sollte die Person bewusstlos sein, muss sie in die stabile Seitenlage gebracht und ein Notruf abgesetzt werden.

Schattige Plätze suchen

Um einen kühlen Kopf zu bewahren, hilft auch eine Pause an einem kühlen Ort auf dem TU-Gelände: zum Beispiel am Martin-Schmeißer-Platz. Der liegt zwischen vielen großen Gebäuden und bietet genug Schatten. Außerdem könnt ihr dort kurz eure Füße am Brunnen in das Wasser halten, um euch etwas abzukühlen.

Falls ihr zwischen Campus Nord und Campus Süd pendeln müsst und die Zeit habt, lohnt es sich außerdem, einmal auf die H-Bahn zu verzichten und durch das kleine Wäldchen zu laufen. Zwischen den Bäumen ist es kühler und sicherlich angenehmer als in der erhitzten H-Bahn.

An die Sonnencreme denken

Ganz wichtig, falls ihr euch draußen aufhalten wollt: Denkt an die Sonnencreme. Passend zur Hitze sind die Tage gerade am längsten und schon ein paar Stunden in der Sonne können für einen Sonnenbrand sorgen – auch im Schatten. Außerdem kann eine Kopfbedeckung nie schaden, um sich vor einem Hitzeschlag zu schützen.

Ab ins Freibad

Das gilt natürlich auch, wenn ihr die Zeit ohne Lernen am Wasser verbringen könnt. In und um Dortmund gibt es genug Möglichkeiten zur Abkühlung. Optionen dafür sind zum Beispiel das Volksbad am Stadion und das Freibad Wellinghofen. Das Froschloch in Hombruch ist dagegen zurzeit geschlossen. Dort sind die Pumpen, die für die Reinigung des Wassers nötig sind, ausgefallen. Eine Ersatzpumpe ist schon da, allerdings müssen beide funktionieren, damit das Wasser sauber bleibt. Bis eine zweite Ersatzpumpe geliefert wird, bleibt das Freibad vorerst geschlossen.

Auch das Freibad Stockheide am Hoeschpark ist aktuell aufgrund des Eichenprozessionsspinners geschlossen, da dieser dort die Bäume befallen hat. Gut lässt sich die Zeit aber auch im Revierpark Wischlingen verbringen. Dort findet ihr ein Freibad und neben an direkt noch einen Park mit mehreren Schattenstellen.

Trinkwasserbrunnen in der Stadt nutzen

Auch in der Dortmunder Stadt gibt es ein paar Brunnen, in denen ihr eure Füße abkühlen könnt: zum Beispiel an der U-Bahn-Haltestelle Stadtgarten oder am Europabrunnen in der Nähe der Reinoldikirche.

Außerdem gibt es in Dortmund 31 Trinkwasserbrunnen, die die DEW21 betreibt. Vor der Petrikirche in der Innenstadt findet ihr einen dieser Brunnen, die im ganzen Stadtgebiet verteilt sind. Erkennen kann man die Wasserspender schnell an ihrer Form: Sie sind aus Bronze und sehen aus wie eine Rosenblüte. Von April bis Oktober sind sie dauerhaft in Betrieb, um den Durst der Dortmunder zu stillen.

Wer mehr auf Natur steht, kann auch die verschiedenen Teiche im Raum Dortmund besuchen. Etwas außerhalb von Dortmund könnt ihr den Hengsteysee auffinden, in dem ihr auch schwimmen könnt. “Planschen verboten” gilt dagegen am Phönixsee. Dort könnt ihr aber die ein oder andere Eisdiele besuchen, um ein wenig Abkühlung zu finden.

Die Wohnung vor Hitze schützenn

Falls ihr euch lieber in euren eigenen vier Wänden auf die Klausuren vorbereitet, solltet ihr nachts immer die Fenster offen haben. Tagsüber ist es jedoch sinnvoller, die Rollläden unten zu lassen, damit die Sonne eure Wohnung nicht so erhitzt. Wenn es bei euch trotzdem in der Wohnung zu heiß wird: Einmal pro Stunde kaltes Wasser auf die Handgelenke laufen lassen. Damit kommt der Kreislauf wieder in Schwung. Verzichten solltet ihr nach Möglichkeit auf schwere körperliche Aktivitäten und auch beim Sport kann man es mal etwas ruhiger angehen lassen.

Coole Snacks suchen

Ein cooler Snack, der nicht nur gut schmeckt, sondern euch auch hydriert ist, ist die Wassermelone. Sie besteht zu 95 Porzent aus Wasser und ist so der perfekte Snack bei den heißen Sommertagen. Also am besten kühl lagern und dann auf diesem Weg noch einmal viel Wasser zu sich nehmen.

Kissen vor dem Schlafen kühlen

Besonders unerträglich kann die Wärme vor allem nachts werden. Man will eigentlich nur in Ruhe schlafen, aber das Kissen ist sofort heiß und nass durch den Schweiß. Um der Hitze etwas vorzubeugen, könnt ihr eine Stunde bevor ihr ins Bett geht, euer Kissen in die Kühltruhe legen. So könnt ihr nachts immer einen kühlen Kopf bewahren. Das könnt ihr ebenso auch mit eurem Schlafanzug machen.

Also denkt dran: Viel trinken, nicht zu lange in der Sonne aufhalten, immer ein bisschen Sonnencreme dabei haben – und im Zweifel lieber in den Schatten geheh. Wenn ihr die Tipps befolgt, solltet ihr die heißen Tage gut überstehen – egal, ob an der Universität, zuhause oder in der Stadt.

 

Beitragsbild: armennano auf pixabay, lizenziert nach CCO

Foto: Alexis Brown auf unsplash, lizenziert nach CCO

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