Wohnungsnot in deutschen Großstädten

In den deutschen Großstädten fehlen Wohnungen. Wie groß der Mangel ist, zeigt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft in Köln. Demnach hat die Stadt Dortmunds seit 2016 nur 59 Prozent des Bedarfs an Wohnungen gedeckt.

Auch in anderen Großstädten in Deutschland sieht es schlecht aus: In Stuttgart wurden 56 Prozent der benötigten Wohnungen gebaut. Besser sieht die Lage in München mit 67 Prozent, Berlin mit 73 Prozent und Frankfurt am Main mit 78 Prozent aus. Köln liegt mit seinen 46 Prozent weit hinter Dortmund.

In den Jahren 2019 und 2020 werden den Angaben der Studie zufolge in ganz Deutschland über 340.000 Wohnungen benötigt, um den Bedarf zu decken. 2018 wurden jedoch nur knapp 290.000 Wohnungen gebaut. Diese Zahl werde sich auch in diesem Jahr nicht deutlich verändern, heißt es in der Studie. Das Problem der Wohnungsknappheit könnte sich im Laufe der nächsten Jahre jedoch entschärfen. Nach Schätzungen der Studienautoren sinkt der Bedarf bis 2030 auf rund 245.000 Wohnungen. Das liegt vor allem an der sinkenden Zuwanderung.

Bei der Studie verglichen die Studienautoren die Zahl fertiggestellter Wohnungen mit dem Wohnungsbedarf, den sie anhand von Faktoren wie Bevölkerungsentwicklung und Leerständen schätzten.

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