Bundeskriminalamt verhindert sieben Anschläge in drei Jahren

In den vergangenen drei Jahren hat das Bundeskriminalamt (BKA) sieben Anschläge verhindert. BKA-Leiter Holger Münch sagte in einem Interview mit der Rheinischen Post, dass es bei heutigen Ermittlungen nicht mehr zu solchen Fehlern wie im Fall Anis Amri kommen würde, der 2016 einen Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ausgeübt hat.

Bei den Ermittlungen damals hätte es drei entscheidende Schwachstellen gegeben. Es habe kein sorgfältiges und konsequentes Verfahren gegen den Täter Anis Amri gegeben. Die Strafanzeigen aus den einzelnen Bundesländern über ihn seien nicht richtig ausgetauscht worden, zudem hätten sich Ermittler nicht genug auf Amri als Person konzerntriert.

In dem Interview sagte Münch auch, dass sich die Zahl islamistischer Gefährder seit 2013 mehr als verfünffacht hätte. Außerdem bezeichnete er Drohungen von rechts im Netz als “demokratiegefährtdend” und kündigte eine Zentralstelle für Hasskriminalität im Netz an.

Anis Amri hat im Dezember 2016 einen Lastwagenfahrer in Polen erschossen und ist anschließend mit dessen LKW in eine Menschenmenge am Berliner Weihnachtsmarkt gerast. Bei dem Anschlag sind elf Menschen gestorben.

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