Stickoxidbelastung in vielen Städten gesunken

In fast allen deutschen Bundesländern ist die Stickoxidbelastung deutlich gesunken. Grund dafür ist der durch Corona-Maßnahmen zurückgegangene Straßenverkehr. 

Kürzlich hatten erhöhte Stickoxidwerte am Stuttgarter Neckartor trotz geringeren Verkehrs für Diskussionen im Bundestag gesorgt. Vor allem Fahrzeuge mit Dieselmotoren sollen eigentlich für die hohe Belastung verantwortlich sein. Jetzt erklärte der Stuttgarter Stadtklimatologe Rainer Kapp laut ARD, dass diese Zahlen an einem Wetterumschwung liegen.

Sowohl Berlin als auch Hamburg vermelden laut dem ARD-Magazin „Kontraste“ Zahlen, die mehr als 23 Prozent niedriger sind als in den Vormonaten. Auch Ute Dauert, Luftqualitätsexpertin im Umweltbundesamt bestätigte den Rückgang der Stickoxidbelastung in den Städten. Die Schadstoffbelastung hat in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 Prozent abgenommen.

Bereits Ende April hatte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen angegeben, dass die NO2-Belastung deutlich gesunken ist. Vor allem zu den Stoßzeiten am Morgen und am Abend sei das deutlich erkennbar.

„An den Belastungspunkten, an denen in den zurückliegenden Jahren Grenzwertüberschreitungen gemessen wurden, war der Kfz-Verkehr nachweislich der maßgebliche Verursacher der Belastung. Je länger die verkehrsarme Zeit andauert, umso wahrscheinlicher wird dies in der Bilanz am Ende des Jahres zu erkennen sein“, heißt es von Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Ursula Heinen-Esser in einer Pressemitteilung.

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