Drei Festnahmen nach Seilbahnunglück in Norditalien

Nach dem Seilbahnunglück am Lago Maggiore in Norditalien sind am Mittwochmorgen drei Mitarbeiter der Betreibergesellschaft festgenommen worden. Sie müssen sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Die Ermittlungen haben ergeben, dass ein Notbremssystem wissentlich deaktiviert wurde. Noch in der Nacht wurden der Chef der Beitreibergesellschaft „Ferrovie del Mottarone“, ein Ingenieur, sowie der diensthabende Betriebsleiter festgenommen. Das berichtete die italenische Nachrichtenagentur Ansa am Mittwochmorgen.

Die leitende Staatsanwältin wirft den Betreibern vor, das Notbremssystem manipuliert zu haben. Als Grund wird vermutet, dass so Verspätungen des Seilbahnbetriebs vermieden werden sollten. Am Pfingstsonntag kam es immer wieder zu fehlhaften automatischen Aktivierungen des Notbremssystem, weswegen die Notbremse daraufhin deaktiviert wurde. Die Notbremse soll in einem Notfall, wie dem Riss des Zugseils, verhindern, dass die Kabinengondel talabwärts rast. 

Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag ein Video der Überwachungskamera beschlagnahmt, das den Unfall zeigt. Darauf sei zu sehen, wie sich die Gondel kurz vor der Bergstation Monte Mottarone befunden habe, als plötzlich ein Seil riss und die Gondel hinabstürzte. Bei dem Unfall kamen 14 Menschen ums Leben.

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