Montgomery: Herdenimmunität nicht in Sicht

Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes, hält die Herdenimmunität gegen das Corona-Virus in Deutschland für „kurzfristig nicht erreichbar“. Das sagte er in einem Interview mit der Funke Mediengruppe.

Zuvor hatte das Robert Koch-Institut eine Analyse zur benötigten Impfquote veröffentlicht. Damit es im Herbst nicht zu einer vierten Welle kommt, müssten laut dem Papier mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Über-60-Jährigen geimpft sein.

Das Institut ist im Gegensatz zu Montgomery vorsichtig optimistisch, dass die Herdenimmunität rechtzeitig erreicht werden könnte. Es bezieht sich dabei auf eine Umfrage zur Impfbereitschaft, die die „im Modell identifizierbaren Zielimpfquoten erreichbar erscheinen lassen.“

Aktuell liegt der Anteil der vollständig Geimpften in Deutschland bei 38,9 Prozent. 56,5 Prozent der Deutschen haben bereits eine erste Impfdosis erhalten. Grund für die neuen Berechnungen des RKI ist der wachsende Anteil der Delta-Variante. Sie ist deutlich ansteckender als die aktuell dominierende Beta-Variante.

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