Ex-Bundeswehrsoldaten wegen Terrorverdachts festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwoch (20.10.) zwei ehemalige Bundeswehrsoldaten festgenommen. Sie sollen versucht haben, eine Truppe mit mehr als 100 Söldner*innen aufzubauen. Gegen die beiden Männer wird wegen Verdachts auf Gründung einer terroristischen Vereinigung ermittelt.

Spezialkräfte der Bundespolizei haben die Beschuldigten in den frühen Morgenstunden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sowie in München festgenommen. Anfang 2021 sollen die beiden Deutschen beschlossen haben, eine Truppe von 100 bis 150 Menschen aufzubauen, die unter ihrem Kommando steht. Jedes Mitglied sollte monatlich 40.000 Euro Sold bekommen. Laut Bundesanwaltschaft wollten die Verdächtigen vor allem aus ehemalige Angehörige der Bundeswehr und der Polizisten anwerben. Einer der Beschuldigten soll bereits Kontakt zu sieben Menschen aufgenommen haben.

Die Festgenommen hätten geplant, mit ihrer Söldnertruppe in den Bürgerkrieg im Jemen einzugreifen und dort Friedensverhandlungen zwischen den Huthi-Rebellen und der jemenitischen Regierung zu erzwingen. Mutmaßlich hätten die Beschuldigten geplant, sich ihr Vorhaben von Saudi-Arabien finanzieren zu lassen. Das Land hatte in den Bürgerkrieg eingegriffen, um eine Vormachtstellung der Huthi zu verhindern. Dieser werden von Iran unterstützt, der mit Saudi-Arabien verfeindet ist.

 

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