Jugendliche: Weniger Drogen, mehr Depressionen in Corona-Zeiten

Kinder und Jugendliche wurden während der Corona-Pandemie seltener wegen Drogenmissbrauch behandelt. Das geht aus dem Kinder- und Jugendreport der Krankenkasse DAK für das Jahr 2020 hervor.

2020 wurden rund 30 Prozent weniger Minderjährige wegen Alkoholmissbrauch ärztlich behandelt als 2019. Auch bei anderen Drogen wie Cannabis oder Tabak wurde ein Rückgang von 18 Prozent verzeichnet. 

Dafür hat die Pandemie andere gesundheitliche Probleme verstärkt in den Vordergrund treten lassen: So ist die Zahl Jugendlicher zwischen 15 und 17, die 2020 an Depressionen litten, im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent gestiegen. Grundschulkinder waren hingegen stärker von Übergewicht betroffen – in der Altersgruppe von fünf bis neun wurden 2020 16 Prozent mehr Kinder erstmals wegen Adipositas behandelt. 

Grundlage des Reports sind anonymisierte Abrechnungsdaten von rund 800.000 Minderjährigen, die bei der DAK versichert sind. Analysiert wurden die Daten von der Uni Bielefeld und dem Unternehmen Vandage.

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