Verbotenes Lied: Festnahme an Dortmunder U-Bahn-Station

Mit fünf Polizeiwagen ist die Dortmunder Polizei am Sonntagmorgen zur U-Bahn-Haltestelle Fredenbaum geeilt. Zwei Männer wurden festgenommen. Nun gibt es erste Hintergründe.

Die beiden Männer hatten zuvor in der U-Bahn herumgeschrien und laut Zeugenaussagen gegen die Fenster geschlagen. Dann sollen sie angefangen haben, sich die Masken herunterzureißen und ein Lied mit volksverhetzendem Inhalt zu grölen. Thema des Liedes: das Vernichtungslager Auschwitz.

In Deutschland ist Volksverhetzung im §130 Artikel des Strafgesetzbuches definiert. Strafbar macht sich demnach, wer zu Hass und Gewalt gegenüber nationaler, rassischer, religiöser oder ethnischer Gruppen aufruft. Seit 2005 steht auch die „Verherrlichung oder Rechtfertigung der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft“ unter Strafe.

Bei der Festnahme wurde bei dem einen Mann eine geringe Menge an Betäubungsmitteln gefunden. Außerdem sei er sehr alkoholisiert und aggressiv gewesen. Er wurde in Polizeigewahrsam gebracht. Sein Begleiter wurde ebenfalls festgenommen, aber schnell wieder freigelassen. Die beiden erwartet nun eine Anklage wegen Volksverhetzung.

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