Macron bleibt französischer Präsident

Emmanuel Macron wurde in der Nacht auf Montag, dem 25. April, als Präsident wiedergewählt. Er erhielt 58,55 Prozent der Stimmen, seine Konkurrentin Marine Le Pen unterlag mit 41,45 Prozent.

Der 44-jährige Amtsinhaber konnte sich in einer Stichwahl gegen die rechtsextreme Le Pen durchsetzen. Im Vergleich zu seiner Wahl vor fünf Jahren verlor Macron in diesem Jahr jedoch an Wähler*innen: 2017 erhielt er noch rund 66 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei dieser Wahl bei rund 72 Prozent.

Marine Le Pen erkennt in einer Rede vor ihren Anhänger*innen bereits nach der ersten Hochrechnung ihre Niederlage an. Trotzdem sagt sie, dass 42 Prozent ein Gewinn für sie seien und sie weiter kämpfen würde. Le Pen gilt als rechtsextrem und EU-kritisch. Im Gegensatz dazu strebt Macron eine europafreundliche Politik an, zudem möchte er die Vollbeschäftigung und die Anhebung des Rentenalters umsetzen.

Anhänger*innen Macrons versammelten sich nach der Bekanntmachung jubelnd vor dem Eiffelturm. Macron selbst nahm in seiner dortigen Siegesrede die Unzufriedenheit in seinem Land auf: „Ich weiß, dass viele unserer Mitbürger heute für mich gestimmt haben, um die Ideen der Rechtsextremen zu verhindern und nicht, um die meinen zu unterstützen.“ Trotzdem nennt er sich in seiner Rede als der Präsident aller und nicht der eines Lagers.

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