Aktion #MeToo ist Person des Jahres

Das US-Magazin „Time“ hat die Bewegung #MeToo in den sozialen Medien zur „Person des Jahres“ gekürt. Die beteiligten Frauen und Männer lösten eine weltweite Debatte über sexuelle Übergriffe und Geschlechter-Diskriminierung aus.

Auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe zeigt das Magazin Frauen wie die Schauspielerin Ashley Judd und die Sängerin Taylor Swift. Judd trat mit anderen Frauen die Debatte um den Hollywood Produzenten Harvey Weinstein los, dem zahlreiche sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden. Swift verklagte erfolgreich einen Radiomoderator, der sie sexuell belästigt hatte.

Laut dem Chefredakteur der Times, Edward Felsenthal, hat die #MeeToo-Bewegung „eine der schnellsten Veränderungen unserer Kultur seit den Sechzigerjahren“ freigesetzt. Eigentlich gibt es #MeToo schon seit 2006. Doch erst im Oktober dieses Jahres machte die Schauspielerin Alyssa Milano („Charmed – Zauberhafte Hexen“) den Hashtag populär und forderte auch andere Frauen dazu auf, ihre Erfahrungen mit Diskriminierung und Belästigung öffentlich zu machen. Daraufhin häuften sich die Vorwürfe gegen bekannte Schauspieler, Politiker, Journalisten und andere Personen des öffentlichen Lebens.

Mit der Auszeichnung „Person des Jahres“ kürt das Time-Magazin seit 1927 Menschen und Bewegungen, die die Welt am stärksten beeinflusst hätten – zum Guten wie zum Schlechten. Im vergangenen Jahr wurde US-Präsident Donald Trump zur „Person des Jahres“ erklärt. Im November behauptete er, das Time-Magazin würde ihn 2017 erneut auszeichnen wollen, er hätte aber abgelehnt. Die Zeitschrift dementierte die Aussage.

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