Insta-Konzerte, Online-Treffen – So veränderte sich das Leben neben dem Corona-Semester

Live-Konzerte gab es im Corona-Semester nicht im FZW Dortmund, sondern auf Instagram oder bei Autokinos.

Das Coronavirus hat nicht nur das Studium an der TU Dortmund und anderen Unis beeinflusst, sondern auch das Leben abseits vom Referate halten und für Klausuren lernen. Egal, ob Sport oder Kultur – die Athleten und Musiker wurden kreativ und haben ihren Fans trotz der Einschränkungen im Corona-Semester einiges geboten.

Feiern im Corona-Semester: Live-Konzerte und Online-Festivals erobern Instagram

Teilweise mehrmals in der Woche wären Fans normalerweise zu Veranstaltungsorten wie dem FZW oder den Westfalenhallen angereist, um sich bis tief in die Nacht von ihren Lieblingsbands beschallen zu lassen. Daraus wurde leider nichts, denn mindestens bis Ende Oktober sind Großveranstaltungen noch verboten. Doch die Musiker lassen sich seitdem einiges einfallen, damit niemand auf die Live-Musik verzichten muss.

So haben auf Instagram schon zahlreiche Online-Konzerte und sogar Festivals stattgefunden, was sogar einige Vorteile für die Fans hat. Über die Chatfunktion im Live-Stream können sie direkten Einfluss auf die Show nehmen. Außerdem bekommen sie einen privaten Einblick in die Wohnzimmer und Tonstudios ihrer Idole. Dazu kommt, dass man selbst für das etwas andere Live-Konzert nicht vor die Tür gehen muss und getreu den Empfehlungen der Politik gemütlich zuhause bleiben kann.

Geld sparen im Corona-Semester durch Online-Konzerte auf Instagram

Der vermutlich größte Vorteil für die Fans: Diese Shows schonen den Geldbeutel. Denn die Songs auf Instagram live mitzuerleben, kostet keinen Eintritt. Auch auf Theatervorstellungen musste nicht verzichtet werden. Neben dem Theater Dortmund gab es auch beim National Theater aus London unterschiedliche Stücke kostenlos über Youtube zu erleben.

Das Opernhaus in Dortmund war zwar im Corona-Semester geschlossen, doch über Youtube gab es einige Aufführungen zu sehen.

Ein wichtiger Faktor, denn da vor allem durch die Schließungen in der Gastronomie unzählige Nebenjobs für Studenten in den letzten Wochen gestrichen wurden, waren die Einnahmen knapp bemessen. Wer doch nicht auf ein Live-Erlebnis verzichten wollte, der konnte Live-Konzerte im Auto besuchen – echtes Vintage-Feeling! Der Trend der damaligen Zeit brachte Künstlern und Locations nicht nur Einnahmen, sondern den Fans auch besonders viel Freude. So etwas erleben Besucher schließlich nicht alle Tage. Da haben treue Fans auch den einen oder anderen Euro für Tickets locker gemacht.

Geisterspiele und Online-Rennen: Live-Sport im Corona-Semester

Nicht nur in der Kultur, sondern auch im Sport hat das Coronavirus unübersehbare Spuren hinterlassen. Nachdem die Fußball-Bundesliga zunächst pausierte, war es in den vergangenen Wochen immerhin möglich, die Geisterspiele der Vereine live im TV mitzuerleben. Fast wie früher – aber eben nur fast. An den Anblick der Mannschaften wie dem BVB in einem leeren Stadion mussten sich die Zuschauer erst einmal gewöhnen, wirkte es doch eher wie ein Amateurspiel statt eines Bundesliga-Duells.

Bei der Formel 1 standen die Motoren trotz des Coronavirus nicht still – zumindest virtuell. Denn die Rennen zwischen den Fahrern wurden kurzerhand online über den Computer oder die Spielekonsole ausgetragen. Ein besonderes Highlight für die Zuschauer: Auch Fußballer haben sich mit den Formel 1-Piloten gemessen.

Selbst aktiv werden im Corona-Semester: Hochschulsport im Wohnzimmer und Chorprobe vor dem Computer

Wer nicht nur zuschauen wollte, konnte in diesem Semester trotz der Einschränkungen an der TU Dortmund selbst aktiv werden. Der Hochschulsport hat zahlreiche Kurse über Videoplattformen wie Zoom angeboten. So wurde bei einigen Studierenden das Wohnzimmer kurzerhand zum Ballettsaal oder zur Tanzschule umfunktioniert. Die Sportkarten gab es daher zu einem günstigeren Preis.

Auch beim Universitätschor der TU Dortmund konnten die Proben stattfinden – allerdings ebenfalls in digitaler Form. Für einige Teilnehmer war das aber auch eine Chance. Denn in den Proben konnten die Mitglieder ihre Mikrofone stumm schalten und so für sich den Anweisungen der Chorleiterin folgen. Und es gab noch einen weiteren Vorteil. Denn während normalerweise die Noten zu jeder Probe ausgedruckt mitgebracht werden sollten, reichte im Corona-Semester bei einigen Liedern das Smartphone, von dem Text und Noten abgelesen werden konnten.

Neben Aktivitäten und Hobbies waren selbst einfache Dinge, wie das Treffen von Freunden durch das Coronavirus beeinträchtigt. Gemeinsam ein Bierchen in der Kneipe trinken, war lange Zeit nicht möglich. Um sich trotzdem über Neuigkeiten auszutauschen und gemeinsam zu spielen, haben viele Studierende auf Online-Versionen beliebter Klassiker zurückgegriffen, wie beispielsweise Monopoly oder die Montagsmaler.

Doch auch hier gilt genau wie beim digitalen Singen des Universitätschors und den Online-Konzerten auf Instagram: Der persönliche Kontakt und das gemeinsame Miteinander ist trotz der zahlreichen kreativen Notlösungen nicht zu ersetzen. Ob und wann wir das Leben künftig wieder so genießen können, wie wir es gewohnt sind – derzeit noch völlig offen.

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