Kritik an Nawalny-Festnahme in Russland

Der Kreml-Gegner Alexej Nawalny ist nach seiner Ankunft am Sonntagabend am Moskauer Flughafen verhaftet worden. Nawalny kehrte nach seiner Vergiftung im August zum ersten Mal zurück, um weiterhin politisch gegen den russischen Präsidenten Putin vorzugehen.

Ende August fiel der 44-Jährige einem Anschlag mit dem verbotenen Nervengift „Nowitschok“ zum Opfer. Daraufhin befand er sich fünf Monate in Behandlung in einer deutschen Klinik. Nach seiner Genesung wollte Nawalny dann zurück, da sein „Platz in Russland“ sei, so schrieb er über Instagram. Jedoch umzingelten ihn direkt nach seiner Ankunft mehrere Polizisten und nahmen ihn fest. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft bis zu seinem Prozess am 29. Januar. Als Grund nannte die russische Polizei, dass Alexej Nawalny gegen mehrere Bewährungsauflagen in früheren Strafverfahren verstoßen habe.

Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) positioniert sich sehr kritisch gegenüber der Verhaftung des Kreml-Gegners. Auf Twitter schrieb er: „Dass er von den russischen Behörden sofort nach Ankunft verhaftet wurde, ist völlig unverständlich.“

https://twitter.com/HeikoMaas/status/1351077010404212737

Die Verhaftung sorgt auch international für viel Kritik. So fordert auch die Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ auf Twitter die sofortige Freilassung Nawalnys.

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